UNESCO-Biologie-Projekt am Progymnasium

Das Progymnasium Bad Buchau ist eine von 300 UNESCO-Projektschulen innerhalb Deutschlands, davon rund 30 in Baden-Württemberg. UNESCO-Projektschulen verpflichten sich, das Schulleben im Sinne interkulturellen Lernens zu gestalten und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Inhalte der 6 Säulen des UNESCO-Gedankens zu richten, sprich: Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung, Interkulturelles Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (u.a. Umweltbildung), Global Citizenship, Freiheit und Chancen im digitalen Zeitalter, UNESCO-Welterbeerziehung.

Im neugeschaffenen Projekt in Biologie in der Klassenstufe 9 werden aktuelle Themen am Beispiel Federseemoor untersucht, da sich hier die Schwerpunkte Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Welterbeerziehung eindrucksvoll erarbeiten lassen und somit aktiv Gestaltungsprozesse für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz mit der nahen Umgebung verknüpft werden können.

Durch direkte Nachbarschaft des Progymnasiums Bad Buchau zum Federsee kann regional und aktuell erkundet und geforscht werden. In Kooperation mit dem Nabu Bad Buchau wird an 5 Nachmittagen pro Klasse Ökologie direkt vor der Haustüre unterrichtet. Vorgesehene Themen sind die Entstehung des Moors, das Kennenlernen der Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume, die Rolle des Moors im Naturhaushalt sowie die Rolle für den Klimaschutz, ebenso die Gefährdung dieses Naturraumes.

Aktivitäten außerhalb des Klassenzimmers sind mit zusätzlichen Kosten verbunden und deshalb nur mit Unterstützung von Sponsoren möglich.  Der Förderverein des Progymnasiums Bad Buchau und die Kreissparkasse Biberach haben eine enge Kooperation mit dem Nabu Bad Buchau ermöglicht und somit kann aktuell und mit entsprechenden Geräten geforscht und untersucht werden.

Der erste Termin war der Moorentstehung und den dabei entstandenen Lebensräumen gewidmet. Die eiszeitliche Gletscherbildung und das Abschmelzen wurde dargestellt und die Entstehung von Feuchtgebieten, v.a. der Moore in Oberschwaben und dem Alpenvorland erklärt. Mithilfe eines Versuchs konnte die Wasserkapazität des Torfmooses veranschaulicht werden. Ebenso wurden chemische Besonderheiten des Moors erläutert, so erkennen ließen, dass nur Spezialisten in diesem Lebensraum überdauern können.

Die typische Abfolge der Vegetation im Federseegebiet wurde zuerst mithilfe von Karten und anschließend in freier Natur aufgezeigt. Im nächsten Schritt wurden die am Federsee lebenden Tiere vorgestellt und kennengelernt. Dann erfolgte eine Aufgabe in Gruppenarbeit: Eigene Erkundung von am Federsee erkennbaren Tiere und der Versuch einer Kartierung. Die eigenen Untersuchungen führten dazu, die große Bedeutung des Federseemoors als Naturraum für einheimische Tiere, aber auch für Gasttiere, die Zugvögel besser zu erkennen. Die Aufgaben eines Schutzgebietes wurden den Schülerinnen und Schülern so eindringlich vor Augen geführt.

Regina Mayer

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